Aus der Geschichte des
Kupferbergwerks Virneberg und seiner Knappschaft
als Ursprung des St. Josephsbürgervereins

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Nach seinem Ursprung kann man den Bürgerverein sicherlich als den ältesten Verein Rheinbreitbachs bezeichnen, da er aus der Knappschaft des ehemaligen Virneberger Kupferbergwerks hervorgegangen ist.

Als Knappschaft bezeichnete man damals die Belegschaft, also die Bergleute, einer Grube. In den Jahren 1773/74 schlossen sich die Virneberger Bergleute zusammen, um durch eine gemeinsame Kasse, in die jeder seinen regelmäßigen Beitrag zu entrichten hatte, die Familien in Notfällen sozial abzusichern.

Dieser bedeutende Zusammenschluß zu einer Notgemeinschaft ist der Ursprung des Rheinbreitbacher Bürgervereins, dessen 225jähriges Jubiläum wir in diesem Jahr begehen.

Diese Art Knappschaftskasse bestand natürlich nicht nur in Rheinbreitbach, sondern auch in anderen Bergbauregionen. Die Bedeutung und Entwicklung dieser Einrichtung führte dazu, daß heute der Begriff „Knappschaft" ganz speziell für die Sozialversicherung der Bergleute steht.

Der St. Josephs-Bürgerverein an der alten TagebauschluchtÖstlich der Breiten Heide befand sich seit alters her ein Kupfererzgang, der durch geologische Vorgänge bis an die Erdoberfläche getreten war. Diese Erzschicht war bis zu 6 Meter stark und verlief bogenförmig auf ca. 300 m Länge von Nord nach Süd. In einer Schräge von 55° zog sich die Schicht bis in über 250 m Tiefe nach Westen.

Wie und wann genau die Erze entdeckt wurden, ist unbekannt. Möglicherweise suchten schon die Römer, die ja nachweislich am Drachenfels Trachyt-Gestein abbauten, auch hier nach Kupfererzen, welche für ihre Kultur und Waffentechnik mit Sicherheit schon eine große Bedeutung hatte. Neuste archäologische Funde belegen, das auch im rechtsrheinischen Siebengebirgsraum um 100 n. Chr. Erze abgebaut und verhüttet wurden. Erzhaltige Böden konnten schon damals mit Hilfe besonderer Pflanzen entdeckt werden, die nur an solchen Stellen wuchsen. In Fuhrwegen, die durch Regengüsse und Erosion immer weiter zu Hohlwegen ausgeschwemmt wurden, konnten ebenfalls Erzadern entdeckt werden. In den alten Halden und Stollen wurden später römische Münzen gefunden.

Auch der Begriff „Jüddekuhl" (Judenkaule) hat schon für viele Spekulationen hergehalten. So steht der Begriff Kuhle oder Kaule für Abbauvertiefungen wie z. B. Kieskuhle, Domkaule oder Ofenkaule. Möglicherweise war mit diesem Begriff nicht der Höhenrücken hinter dem Koppel, sondern die Tagebauschlucht am Virneberg gemeint. In dieser Vertiefung am Ausgehenden des Erzganges, später als „kurzes Loch" benannt, könnten jüdische Sklaven, unter römischer Zwangsherrschaft, die Kupfererze abgebaut haben.Mittelalterlicher Bergbau mit Schächten (senkrecht) und Stollen (waagerecht). (Aus Agricola 1557)

Nachdem der Tagebau zu tief wurde, änderte man die Abbautechnik und trieb Stollen und Schächte in den Berg, um wieder an die Erzschicht gelangen zu können. In späteren Betriebsperioden wurden alte Stollen gefunden, die noch von Hand, mit Schlägel und Eisen, angelegt worden waren.

Der Sage nach waren die Stollen sehr klein, und es wurden winzige Gezähe (Werkzeuge) gefunden, die nur von Zwergen benutzt worden sein konnten. Da das Schießpulver um 1300 vom Franziskaner-Mönch Schwarz erfunden wurde, müssen diese Anlagen weit älter sein. Im 17. Jahrhundert wurde dann bereits der Name Firneberg verwendet, wobei das Wort „firn" für alt und im Ursprung unbekannt steht.

Die erste nachgewiesene Betriebsperiode begann im Jahre 1604, in dem Bartholomäus Brück das kurfürstliche Bergwerk in Betrieb nahm. Von 1611 bis 1626 ist eine eher geringe jährliche Kupferproduktion von weniger als 100 Zentner überliefert, die aber 1629 auf fast 500 Zentner anstieg. Zu dieser Zeit wurde auch, wegen der großen Zahl der Bergknappen, ein jährlicher Markt auf dem Virneberg abgehalten.

Im dreißigjährigen Krieg (1618–48) drangen die Schweden in Rheinbreitbach ein. Zwischen 1630 und 1634 zerstörten sie wichtige Bergwerksanlagen, wie die Schmiede und die Wasserkunst (Kunst = alter Ausdruck für Maschine). In der Folge kam der Bergbau zum Erliegen.

1668 beauftragte der Kurfürst den Bergmeister Christoff Frantz mit der Besichtigung der alten, stillgelegten Bergwerke. So berichtete er, daß der Firneberg sehr alt sei und früher großes Gut eingebracht hätte. Was noch vorhanden sei, stände unter Wasser, und es würde viel Arbeit kosten, die Grube wieder in Betrieb zunehmen.

Im Jahr 1685 wurde der Bergbau von dem Kölner Brückenbaumeister Anton Clouth wieder aufgenommen. In einem Seitental des Virnebergs fand er, tief unter der Erde, alte Schlacken, die noch 10 % Kupfer enthielten.Mundloch des Grundstollens im Breitbach-Tal (Foto: Jürgen Fuchs 1984)

Am 21. Juli 1694 erhielt er vom Kurfürsten Joseph-Clemens die Bergrechte für alle Bergwerke des Rheinbreitbacher Distrikts. Clouth begann noch im gleichen Jahr mit dem Bau eines neuen Grundstollens aus dem Breitbachtal, der mit 1000 m Länge das Erzvorkommen am Virneberg erschließen sollte. Als Förderstollen sollte er eine Höhe von 9–10 Fuß (ca. 3 m) und eine Breite von 3,5 Fuß (ca. 1,10 m) haben.

Da die Arbeiten am Stollen und der Bergbau sehr kostenintensiv waren, schloß sich Clouth 1695 mit Johann Hermann Kempis und Johann Arnold de Reux zu einer Gewerkschaft (bergrechtliche Unternehmensform) zusammen. Kempis schied bereits nach 4 Jahren aus und verkaufte seine Anteile an Dr. Peter Breuer, dem damaligen Schultheis zu Deutz. Auch de Reux verkaufte seine Anteile 1705 an Clouth und Breuer.

Mit dem Tiefbau konnten die Gewerken (Betreiber) 1709 bereits einen Überschuß von 1.391 Reichstalern erwirtschaften. Brachte der Bergbau Gewinne ein, mußte dem Kölner Kurfürsten, in Form der Abgabe eines Zehntels des gewonnenen Kupfers, der Zehnt gezahlt werden. Konnten die Bergbaubetreiber jedoch größere Investitionen und damit verbundene Verluste nachweisen, gewährte der Kurfüst eine mehrjährige Zehntfreiheit. Dies war oft Auslegungssache, und so kam es bei Clouth, auch eigentlich immer wieder in der Virneberger Geschichte, zu regem Schriftverkehr und Streitereien um diese Zehntfreiheit.

Der Grundstollen erreichte dann 1720, nach 26 Jahren, mit 520 Lachtern (1040 m) Länge sein Ziel am Virneberg. Man konnte nun dort die Grubenwasser in 100 m Tiefe mit natürlichem Gefälle abfließen lassen und den Erzabbau trocken legen.

Clouth errechnete damals 36.000 Reichstaler Kosten für das gesamte Stollenbauwerk. Die Bergleute arbeiteten im Akkord und erhielten für zwei Meter Vortrieb 12–20 Reichstaler, wobei die Gewerken für Gezähe und Geleucht (Werkzeug und Lampen) aufkommen mußten.

Ansicht eines Erz-Pochwerks (Agricola)Der Grundstollen wurde auch als Förderstollen benutzt. Das heißt, es war damals technisch bedingt wirtschaftlicher, den Abraum und die Erze auf einer Strecke von einen Kilometer durch den Stollen zu fahren, als das Fördergut 100 m im Schacht nach oben zu ziehen. Hierzu wurde die Entwässerungsrinne im Stollen mit Holzplanken abgedeckt, über die mit einrädrigen Laufkarren die Gesteine abtransportiert wurden. Später kam eine eiserne Schienenbahn zum Einsatz, auf der die Förderwagen, sogenannte „Grubenhunte", von den Knappen geschoben wurden. In der Nähe des Stollenmundlochs im Breitbachtal, im Bereich der heutigen Tennisplätze, waren damals zur Erzverarbeitung zwei Pochwerke und eine Schmelzhütte errichtet worden.

Mit dem Wasser des Breitbaches wurde das Erz auf einem Holzrost rein gewaschen und ließ das Kupfer erkennen. Jungen trugen das Gestein zur Lese. Ältere Männer hatten nun das Erz im Akkordlohn zu scheiden. Mit schweren Pochhämmern wurde das Gestein zerkleinert. In den Pochwerken trieb ein Wasserrad mehrere Hämmer gleichzeitig an. Dann mußte von Hand das Kupfer vom unbrauchbaren Gestein getrennt werden. Das Kupfer wurde anschließend von Steinmessern im Scheffelkasten abgemessen und ging dann zur Schmelze.

Der Grundstollen (oder auch Tiefe-Stollen) war noch bis zum Ende des Bergbaus 1886 ein grundlegender Betriebsteil für die Existenz der Grube. Er sicherte somit die Arbeitsplätze der Virneberger Knappschaft und den Unterhalt der angehörigen Familien über viele Generationen.

Das vom St. Josephsbürgerverein 1981 wiedererrichtete „Chlouthe-Kreuz" auf der Breiten Heide erinnert an den 1721 verstorbenen Anton Clouth. Die Erben von Clouth und Breuer führten den Bergbau fort. Clouth’s Neffe, ebenfalls mit dem Vornamen Anton, wurde 1722 Bergverwalter und wohnte zunächst in der unteren Burg. Wegen eines Rechtsstreits kam der Clouth’sche Anteil zwischen 1727 und 1732 in die Zwangsverwaltung der Kölner Kaufleute Eller und Tills.

1724 wurde das benachbarte Bergwerk im Siepen, möglicherweise wegen der Nähe zum Marien-Wallfahrtsort Bruchhausen, unter dem Namen „St. Marienberg" neu belehnt. In diese Zeit muß auch die Umbenennung des Virnebergs in „St. Josephsberg" fallen. Die genauen Gründe für die Einführung des neuen Namens sind nicht bekannt. Da aber die Bergleute seit altersher als sehr religiöser und gläubiger Menschenschlag bekannt sind, wird es wohl damals sehr gut zusammengepaßt haben, daß sich in der Nachbarschaft des Bergwerks unter dem Schutz der heiligen Maria auch ein Bergwerk mit dem Schutzpatron hl. Joseph, dem Mann Marias, befindet.

Der tiefe Glaube der Bergleute rührte auch von ihrer gefahrvollen Arbeit bei spärlichem Licht in der ständigen Umgebung der Dunkelheit her. So wurde Gott als eine Art Kumpel angesehen, der sich mit den Bergleuten in die Grube begab und diese vor der Gefahr und dem Tod beschützen sollte. In diesem Glauben ist auch St. Joseph zu sehen, der ja speziell als Schutzpatron der Arbeiter gilt.

Die Arbeit in der Dunkelheit führte parallel auch einen gewissen Aberglauben mit sich, der sich am Virneberg durch die heute noch bekannten Sagen von Zwergen und vom Bergmönch ausdrückt.Schlußstein an der Selhofer St. Martins Kapelle

Der erste Nachweis des Namens „St. Josephsberg" befindet sich zusammen mit der Jahreszahl 1735 und dem ungewöhnlichen bergmännischen Zeichen, Eisen und Bohrer, als Schlußstein über dem Eingang der Selhofer St. Martins-Kapelle. Virneberger Bergleute aus Selhof sollen sich am Wiederaufbau der zerstörten Kapelle beteiligt haben.

In Grubenakten von 1752 ist bereits der Name „St. Josephs-Bergwerk" aufgeführt.

Es kam auch innerhalb der Knappschaft zu Unstimmigkeiten. So beschwerte sich 1752 der Bergmann Gottlieb Nitsch bei der Gewerkschaft (seinen Chefs), daß einige Burschen zu spät anfahren, also verspätet mit der Arbeit beginnen. Dies wurde bei seinen Kollegen als Verrat angesehen und Nitsch mußte in Anwesenheit der Knappschaft, in der Kaue bzw. dem Zechenhaus von den beschuldigten Burschen Schläge einstecken.

In den Jahren bis 1760 mußten die Betreiber feststellen, daß der Erzgang bis zur Tiefe des Grundstollens bereits größtenteils abgebaut war. Es mußten wieder Pumpen eingesetzt werden, um den Erzgang im Tiefbau, also unterhalb des Grundstollens, abzubauen. Nachdem zuvor 28 Knappen innerhalb 24 Stunden an den hölzernen Kunstgezeugen (Handpumpen) schufteten, wurde auch eine Roßmaschine eingesetzt, bei der die Pferde alle 4 Stunden gewechselt werden mußten.

Ansicht einer Wasserkunst, über- und unter Tage (Agricola)Der damalige Bergschreiner und spätere Kunstmeister Heinrich Brungs bot sich an, eine neue Wasserkunst zu einem günstigen Preis einzubauen. Diese Anlage wurde größtenteils aus Holz konstruiert und bestand aus einem großen Wasserrad, das die Pumpen antrieb. Das von Brungs eingebaute Rad hatte einen Durchmesser von über 10 m und war 32 cm breit. An ihm war ein gußeisener Hebelarm von 125 kg Gewicht angebracht, der die Drehbewegungen in Hubbewegungen von ca. 1,10 m auf ein Gestänge umsetzte. Dieses Gestänge führte dann im sogenannten Kunstschacht in den Tiefbau hinab und trieb eine Reihe von hölzernen Kolbenpumpen an, die das Grubenwasser aus dem Pumpensumpf, dann jeweils stufenweise von einer Pumpe in die nächste, nach oben pumpten. Bei trockener Witterung führte der Virneberger Bach nicht genügend Wasser zum Antrieb dieser Wasserkunst. Durch eine spezielle Vorrichtung konnte dann das mächtige Wasserrad von zwei Mann in einer achtstündigen Schicht in Betrieb gehalten werden.

1780 verkauften die Erben von Clouth und Breuer ihre Anteile an die Kölner Kaufleute Joh. Heinrich Hüls und Joh. Franz Wierz. Diese Gewerken nahmen sich vor, die von ihren Vorgängern eingeführten Gebräuche aufrecht zu erhalten.

Es mußte der gesamten Knappschaft zum Monatsende der Lohn in barem Geld ausgezahlt werden, egal ob Gewinn oder Verlust bestehe. Jeder Arbeiter erhält die 4 Hauptfeiertage im Jahr wie Werktage entlohnt, ohne verbunden zu sein, diese wieder gut zumachen. Außerdem erhält jeder am Bergwerk Beschäftigte, wenn er durch Unglück arbeitsunfähig wird, lebenslang halbe Löhnung.

Die Knappschaft bestand 1789 aus über 100 Mann. Dazu gehörten: Obersteiger J. H. Wierig, verschiedene Untersteiger, außerdem Kunstmeister Heinrich Brungs und verschiedene Kunststeiger, Oberschmelzer Joh. Georg Tillmann und verschiedene Unterschmelzer, Oberzimmermeister Jacob Westhoven und mehrere Zimmerhauer.

Eine eigene Schmiede, eine eigene Schmelze und 2 Waschwerke, wobei 25 Knaben in Löhnung standen, kamen hinzu.Bergmännische Arbeit unter Tage (Aus Freiberger Erzbergbau)

Im Jahr 1792 überbrachten die beiden Grubensteiger Wierig und Wellner dem Bergwerksbetreiber Hüls die Neujahrswünsche der Knappschaft und wiesen bei dieser Gelegenheit auch auf den vernachlässigten und somit gefährlichen Zustand der Grube hin.

Dieser schlechte Zustand rührte von Streitereien zwischen den Betreibern Hüls und Wierz her. Wegen Uneinigkeit hatte man Raubbau betrieben, soviel Erze wie möglich abgebaut, ohne sich um die Sicherung und den Fortbestand des Bergwerks zu kümmern. Zwei Kommissare der Hofkammer mußten 1793 erkennen, daß man die Beaufsichtigung des Grubenbetriebs zu sehr vernachlässigt hatte, und daß die schlechten Verhältnisse sehr zum Nachteil der Bergleute und ihrer Familien in den umliegenden Ortschaften waren.

Nachdem die Franzosen 1794 auch auf das rechte Rheinufer kamen, wurde der Bergbau nur in beschränkter Weise fortgesetzt. Neben den Erben von Wierz waren die Gebrüder Bolckhaus aus Köln, Betreiber einer Kupferhandlung, Teilhaber am Virneberg. Wegen Überschuldung mußte Hüls ihnen seine Anteile abtreten.

Die Leitung des Virnebergs ließ den Dingen Ihren Lauf. Unter der Knappschaft setzte ein Willkürregiment ein, in dem sich die Stärksten und Gewieftesten über die öffentliche Ordnung hinweg setzten. Wildern und Holzdiebstahl war ein erträglicher Nebenerwerb.

Bei einem Unwetter wurden 1795 die Virneberger Halden teilweise von den Wassermassen mitgerissen und im Bendel aufgeschwemmt. Wegen der kupfrigen Säuren konnten die Flächen künftig nur noch für Wiesen genutzt werden, da alle anderen Pflanzen welk wurden.

Leopold Bleibtreu1799 wurde Leopold Bleibtreu Berginspektor am Virneberg. Er war zusammen mit seinem Bruder Abraham, den Gebrüdern Bolckhaus und den Gebrüdern E. u. C. Rhodius aus Linz auch Teilhaber am Bergwerk St. Marienberg und der Grube Carlsglück, die sich in unmittelbarer Nähe, nordwestlich des Virnebergs, befand. Hier erinnern die Namen „Leopoldschacht" und „Abrahamstollen" an die Aktivitäten der Bleibtreu’s.

Leopold Bleibtreu sorgte am Virneberg für neue Ordnung. Er erließ neue Betriebsvorschriften und setzte strenge Strafen fest. Er führte aber auch wieder alte bergmännische Bräuche ein, begründete aufs neue eine Knappschaftsbüchse und entwarf für seine Bergleute eine schwarz-grüne Uniform, die er auch selbst mit besonderen Abzeichen und einem Säbel trug. Die Uniform wurde zu kirchlichen Anlässen, Begräbnissen und bei Festlichkeiten getragen.

Als Kriegslast gegen die Franzosen mußte eine Anzahl Bergleute abgestellt werden, um für die Festung Ehrenbreitstein Minen zu legen.

Bleibtreu wohnte in der gepachteten unteren Burg und bevorzugte die einheimischen Arbeiter, weil „diese wohlfeiler arbeiteten, mehr Ungemach vertragen konnten und bei ihnen der unruhige Geist nicht so vorhanden sei". Jedoch nach dem tödlichen Unfall eines Knappen weigerten sich die Bergleute, in dem Schacht weiter zu arbeiten. Nur durch eine Ansprache, mit dem Appell an das bergmännische Ehrgefühl, gelang es Bleibtreu sie umzustimmen.

--> und hier geht es weiter zum zweiten Teil


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