Fahnenträger

Der Träger der Vereinsfahne repräsentiert mit seinen beiden Begleitern den Verein bei offiziellen Anlässen, den Kirchen-Festen und bei den Begräbnissen der verstorbenen Mitglieder.

Jahrzehntelang wurde die alte Kirchenfahne getragen. Sie weist leider keine Jahreszahl auf. Das Alter vergleichbarer Fahnen von Junggesellenverein (1914) und Feuerwehr (1928) deuten auf eine Anschaffung im Anfang dieses Jahrhunderts hin. Eine Seite zeigt den Schutzpatron St. Joseph umrandet mit dem Namen des Vereins. Interessanter noch ist die auf Samt gestaltete Schauseite der Fahne. Der Spruch „Arbeit ist des Bürgers Zierde, Segen ist der Mühe Preis" steht für die Wertgrundsätze der Rheinbreitbacher Bürger vor zwei Generationen.

Auch die Symbolik bekräftigt diese Werte. In der Mitte steht eine große Getreidegarbe eingefaßt mit einer Weinranke. Landwirtschaft und Weinbau waren der Hauptlebenserwerb. In den Ecken befinden sich vier weitere Symbole. Ein Bienenkorb steht für Fleiß, der Händedruck für Brüderlichkeit.

Nochmals eine Weinrebe läßt auf die große Bedeutung des Weinbaus schließen. Das bergmännische Zeichen „Eisen und Schlägel" weist auf den Ursprung des Vereins in der Knappschaft und den Bergbau als jahrhundertelange Existenz-Grundlage hin.

Da die Fahne durch den langen Gebrauch sehr gelitten hatte, wurde im Jahr 1984 eine neue Kirchenfahne angeschafft die seitdem getragen wird. Die alte Vereinsfahne wurde in der vorhandenen Substanz kürzlich restauriert und in ihrem Bestand gesichert. Sie soll demnächst in den Räumen des Heimatvereins eine würdige Bleibe finden und, in einem Schaukasten geschützt, für Jedermann sichtbar sein.

Fahnenträger 1976: Franz Düren, Wilhelm Unkels, Josef Thelen

Fahnenträger 1987: Wilhelm Runkel, Fr.-Josef Federhen, Josef Schultheis

Fahnenträger 1998: Johannes Federhen, Fr.-Josef Federhen, Willi Weber


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